Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Monographien, Aufsätze und Sammelbände

2014

Cover des Buches "Unterwegs zu neuen Welten. Star Trek als politische Utopie

Cover des Buches "Unterwegs zu neuen Welten. Star Trek als politische Utopie

Stoppe, Sebastian (2014): Unterwegs zu neuen Welten. Star Trek als politische Utopie. Darmstadt: Büchner. ISBN 978-3-941310-40-7

In den fast fünf Jahrzehnten, die seit der Ausstrahlung der Originalserie vergangen sind, hat sich Star Trek zu einem der bekanntesten popkulturellen Phänomene überhaupt entwickelt. Captain Kirk oder Mr. Spock, Captain Picard oder der Androide Data haben längst Kultstatus erreicht und Technologien wie das Beamen oder der Warp-Antrieb befeuern noch immer die Phantasien von Millionen. Keine Frage: Star Trek gilt als Inbegriff von Science Fiction.

Genau dies zweifelt Sebastian Stoppe in diesem Buch an. Seine These: Bei Star Trek handelt es nicht um eine Science Fiction-Erzählung, sondern um einen utopischen Text. Aber lässt sich ein Film- und TV-Franchise wie Star Trek überhaupt mit klassischen, utopisch-literarischen Texten vergleichen? Gibt es so etwas wie eine Star Trek-Philosophie? Und wird bei Star Trek gar ein utopischer Gesellschaftsentwurf gezeigt?

Cover Evangelium als Kommunikation

Cover Evangelium als Kommunikation

Susanne Vollberg (2014): Evangelium als Kommunikation – Ansichten und Aussichten in Zeiten des Web 2.0. In: Michael Domsgen / Bernd Schröder (Hg.): Kommunikation des Evangeliums. Leitbegriff der Praktischen Theologie. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, S. 49-60. ISBN 978-3-374-03878-7.

Seit Beginn dieses Jahrhunderts hat die Rede von der »Kommunikation des Evangeliums« viel Beachtung gefunden in den Subdisziplinen der Praktischen Theologie, aber auch in deren Grundlegung, zuletzt in Christian Grethleins Entwurf aus dem Jahr 2012.
Die Beiträge dieses Bandes diskutieren das Anregungspotential des Begriffs – nicht entlang disziplinärer Grenzen, sondern im Blick auf die Akteure und Ansprechpartner der Kommunikation, die in Gang gesetzt werden soll: Pfarrer und Ehrenamtliche, ökumenisches und interreligiöses Gespräch, Menschen in verschiedenen Phasen ihres Lebenslaufes.

Cover Rhetorik der Selbsttäuschung

Cover Rhetorik der Selbsttäuschung

Dittmar, Claudia (2014): Opfer der eigenen Propaganda. Die Eliten des DDR-Fernsehens und ihre Auseinandersetzung mit dem „Westfernsehen“. In: Gerd Antos, Ulla Fix, Bettina Radeiski (Hg.) (2014): Rhetorik der Selbsttäuschung. Berlin: Frank & Timme, S. 223-242. ISBN 978-3-865-96513-4.

Illusionen, Ideologien, Vorurteile und Verschwörungstheorien – das 20. Jahrhundert gleicht einer Folge kollektiver Selbsttäuschungen. Aber auch Internet, Konsumund Kommerz surfen erfolgreich auf den Wellen gemeinschaftlicher Lebenslügen. Verblüffend ist dabei ihre Resistenz gegen offensichtliche Widersprüche, Aufklärung und Faktenwissen.
Sprach- und Literaturwissenschaftler, Philosophen und Historiker begeben sich auf die Spur der Rhetorik dieser Lebenslügen: Welche Verbreitungswege, Muster und Mechanismen machen kollektive Selbsttäuschungen so erfolgreich? Warum werden Gruppen zu „Opfern ihrer eigenen Propaganda“? Welche Rolle spielen dabei Sprache und Kommunikation?
Claudia Dittmar untersucht am Beispiel des DDR-Fernsehens und insbesondere anhand der Ost-West-Auseinandersetzung im Fernsehen, wo und wie solche Prozesse der Selbsttäuschung abliefen und zu welchen Ergebnissen sie führten.

Cover Television Audiences

Cover Television Audiences

Susanne Vollberg (2014): Pioneering the Peoplemeter: German Public Service. In: Jérôme Bourdon / Cécile Méadel (Eds.): Television Audiences across the World. Deconstructing the Ratings Machine. Basingstoke: Palgrave Macmillan, S. 102-111. ISBN 978-1-137-34509-7.

This book is the first to explore the composition of television ratings in a cross-cultural, comparative manner. Using both communication history and the sociology of quantification, Television Audiences Across the World illuminates why the whole television industry, and television audiences themselves, refer to ratings as the main way to represent the television-watching public. It shows how a specific technology, the peoplemeter, has become the 'state of the art' in very different cultural contexts, including major non-Western countries. It analyses how television audience measurement succeeds in homogenizing diverse ways of watching television among different populations, creating 'apparent nations', and at times ignoring entire regions or parts of the population. The chapters in this volume discuss why television audience measurement has become the dominant model for the evaluation of popularity in the post-modern world, the true 'voice of the masses', still powerful in supposedly fragmented societies.

2013

Marcus S. Kleiner, Thomas Wilke (Hrsg.): Performativität und Medialität Populärer Kulturen: Theorien, Ästhetiken, Praktiken

Marcus S. Kleiner, Thomas Wilke (Hrsg.): Performativität und Medialität Populärer Kulturen: Theorien, Ästhetiken, Praktiken

Marcus S. Kleiner, Thomas Wilke (Hrsg.) (2013): Performativität und Medialität Populärer Kulturen: Theorien, Ästhetiken, Praktiken. Wiesbaden: Springer VS. 481 Seiten, ISBN 978-3-531-18357-2.

Die Bedeutung von Populären Kulturen sowie von Popkulturen kann nicht ohne einen Bezug auf Performativität und Medialität begriffen werden. Mit diesem Bezug bilden sich zugleich Kulturen des Performativen und Medialen heraus. Dieses Thema ist bisher im Kontext der Forschungen zur Performativität von Kulturen nicht systematisch erforscht worden. Vor diesem Hintergrund geht es um die Beantwortung der Frage, inwieweit sich in Populären Kulturen sowie Popkulturen Aspekte, Prozesse, Transformationen, Manifestationen von Medialität und/oder Performativität niederschlagen, beobachten und beschreiben lassen, wie Populäre Kulturen sowie Popkulturen mitformen bzw. allererst durch Erscheinungen Populärer Kulturen sowie Popkulturen eine spezifische Bedeutung erhalten. Die Aufgabe besteht darin, nicht einfach bereits etablierte Konzepte zur Performativität und Medialität in ihrer Tragkraft am Beispiel Populärer Kulturen und Popkulturen zu veranschaulichen, sondern im Gegenteil, gegenstandsorientierte Konzepte von Performativität und Medialität durch ein sowie Popkulturen close reading Populärer Kulturen zu erarbeiten – interdisziplinär und intermedial.

Cover Föllmer, Golo (2013): Klangwelten des digitalen Zeitalters. Musik und Sound im Internet. In: Der Sound des Jahrhunderts. Geräusche, Töne, Stimmen 1889 bis heute.

Cover Föllmer, Golo (2013): Klangwelten des digitalen Zeitalters. Musik und Sound im Internet. In: Der Sound des Jahrhunderts. Geräusche, Töne, Stimmen 1889 bis heute.

Föllmer, Golo (2013): Klangwelten des digitalen Zeitalters. Musik und Sound im Internet. In: Gerhard Paul/ Ralph Schock (Hg.): Der Sound des Jahrhunderts. Geräusche, Töne, Stimmen 1889 bis heute. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. S. 564-569.

Das neue Zeitbild der bpb "Sound des Jahrhunderts. Geräusche, Töne, Stimmen - 1889 bis heute" rekonstruiert und analysiert die unterschiedlichen Klangwelten zwischen den Medienrevolutionen des beginnenden und des endenden 20. Jahrhunderts. Auf einer dem Buch beiliegenden DVD sind viele der erwähnten Töne zu hören. Themen sind Klang- und Geräuschverzerrungen im öffentlichen Raum, die verschiedenen Aufzeichnungsmedien und Tonträger, Hits und "Ohrwürmer", Popmusik und politische Kampflieder, Jingles, Soundtracks, Rundfunkreportagen sowie musikalische Schlüsselwerke der Moderne und epochale Filme.

Siân Nicholas, Tom O'Malley (Ed.): Moral Panics, Social Fears and the Media. Historical Perspektives. New York/USA: Routledge. ISBN 978-0-415-50161-3

Siân Nicholas, Tom O'Malley (Ed.): Moral Panics, Social Fears and the Media. Historical Perspektives. New York/USA: Routledge. ISBN 978-0-415-50161-3

Dittmar, Claudia (2013): 'Enemy Television'. Fear as a Motive Force in East German Television Programming. In: Siân Nicholas, Tom O'Malley (Ed.): Moral Panics, Social Fears and the Media. Historical Perspektives. New York/USA: Routledge. pp. 191-209. ISBN 978-0-415-50161-3

The media have always played a central role in organising the way ideas flow through societies. But what happens when those ideas are disruptive to normal social relations? Bringing together work by scholars in history, media and cultural studies and sociology, this collection explores this role in more depth and with more attention paid to the complexities behind conventional analyses. Attention is paid to morality and regulation; empire and film; the role of women; authoritarianism; wartime and fears of treachery; and fears of cultural contamination.
The book begins with essays that contextualise the theoretical and historiographical issues of the relationship between social fears, moral panics and the media. The second section provides case studies which illustrate the ways in which the media has participated in, or been seen as the source of, the creation of threats to society. Finally, the third section then shows how historical research calls into question simple assumptions about the relationship between the media and social disruption.
Claudia Dittmar has provided an article on the television networks of the former GDR and their influence on East German audience.

Cover Dmitri Zakharine/ Nils Meise (Hg.): Electrified Voices. Medial, Socio-Historical and Cultural Aspects of Voice Transfer.

Cover Dmitri Zakharine/ Nils Meise (Hg.): Electrified Voices. Medial, Socio-Historical and Cultural Aspects of Voice Transfer.

Föllmer, Golo (2013): Theoretical-methodical Approaches to Radio Aesthetics. Qualitative Characteristics of Channel-Identity. In: Dmitri Zakharine/ Nils Meise (Hg.): Electrified Voices. Medial, Socio-Historical and Cultural Aspects of Voice Transfer. Göttingen: V & R Unipress. S. 325-341.

Nach einer Tagung zum Thema 'Electrified Voices' in Konstanz im Jahr 2011 der Tagungsband mit 24 Beiträgen, u.a. von Kate Lacey, David Sonnenschein, Andrey Smirnov, Hans-Ulrich Wagner und Jason Loviglio. Der Beitrag von Golo Föllmer skizziert theoretische und methodische Grundannahmen des Projekts 'Radio Aesthetics - Radio Identities' (in english).

Gerhard Lampe, Bob Dylans Masken - Marketing oder Mittel zur Selbstfindung? In: Veronika Busch, Kathrin Schlemmer, Clemens Wöllner (Hg): Wahrnehmung - Erkenntnis - Vermittlung.

Gerhard Lampe, Bob Dylans Masken - Marketing oder Mittel zur Selbstfindung? In: Veronika Busch, Kathrin Schlemmer, Clemens Wöllner (Hg): Wahrnehmung - Erkenntnis - Vermittlung.

Gerhard Lampe (2013): Bob Dylans Masken - Marketing oder Mittel zur Selbstfindung?
In: Veronika Busch, Kathrin Schlemmer, Clemens Wöllner (Herausgeber): Wahrnehmung - Erkenntnis - Vermittlung. Musikwissenschaftliche Brückenschläge: Festschrift für Wolfgang Auhagen zum sechzigsten Geburtstag. Hildesheim: Olms-Verlag, S. 327-340. ISBN: 978-3-487-15083-3.

Die Festschrift charakterisiert in besonderer Weise Wolfgang Auhagen, der Professor für Systematische Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Brückenbauer innerhalb der musikwissenschaftlichen Teildisziplinen und zu benachbarten Fächern ist. Gerhard Lampe hat mit ihm gemeinsam mehrere Seminare veranstaltet, in der Studierende der Musik- und Medienwissenschaften fächerübergreifend sich z.B. mit Filmmusik auseinandersetzten. Oder mit dem Phänomen Bob Dylan, woraus dieser Aufsatz hervorgegangen ist. Im Zentrum steht die erstaunlich vielschichtige Kreativität Dylans, die sich in Texten, Kompositionen und Musik sowie Bildern (The Drawn Blank Series) ausdrückt. Auf mehreren Ebenen wird das Motiv der Maske als symbolische Form verstanden, die aus dem Thema der Identitätssproblematik hervorgeht, sich aus Erfahrungen der literarischen und künstlerischen Moderne speist und selbst in den Performances von Folk, Rock und Blues selbstreferentiell und -kritisch aufscheint.

Zur Geschichte der Milesischen Halbinsel in der Südägäis / Türkei. Dokumentarischer Film über Grabungsarbeiten in Didyma, Panormos und Tavşan Adası (2013)

Archäologische Projekte der Martin-Luther-Universität Halle, des Museums von Milet, des Deutschen Archäologischen Instituts und der Nordrheinwestfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste (Länge: 76 Minuten, HD; Kamera: Thomas Knebel / Hannes Beßler; Ton: Hannes Beßler; Buch, Regie, Schnitt, Produktion: Gerhard Lampe).

2012

Cornelia Bogen et al. (2012): Gefühllose Aufklärung

Wer von Gefühlen, Empfindungen oder Emotionen spricht, sollte sich bewusst sein, dass darunter nichts Natürliches und Selbstverständliches zu verstehen ist.  Dies gilt für die Erforschung der Gefühlskultur des 18. Jahrhunderts ebenso wie für die gegenwärtige Konjunktur der Emotionsforschung. Gerade der Blick auf die intensive Auseinandersetzung mit der Empfindung im 18. Jahrhundert lehrt, dass Empfindungen ihre Geschichte haben, dass sie auf vielfältige Weise im Subjekt hervorgebracht und intensiviert werden können. Empfindungen können aus der religiösen oder pädagogischen Praxis, aus den Künsten und den literarischen Moden stammen.

Die Beiträge des vorliegendes Bandes zeigen, dass dieselben Wissensgebiete, in welchen der Diskurs der Empfindung entsteht, in einer oft komplementären Dynamik deren 'negative' Abbilder formieren. In der Psychologie, Religion, Anthropologie, der schönen Literatur, den bildenden Künsten des 18. Jahrhunderts richtet sich der Blick auf eine beharrliche Auseinandersetzung mit einer komplexen und facettenreichen  Unempfindlichkeit.

Titel Gefühllose Aufklärung

Titel Gefühllose Aufklärung

Katja Battenfeld/ Cornelia Bogen/ Ingo Uhlig/ Patrick Wulfleff (Hgg.): Gefühllose Aufklärung. Anaisthesis oder die Unempfindlichkeit im Zeitalter der Aufklärung. Bielefeld: Aisthesis. 345 Seiten, ISBN 978-3-89528-854-8.

Golo Föllmer et al. (2012): Sound Exchange. Experimentelle Musikkulturen in Mittelosteuropa/ Experimental Music Cultures in Central and Eastern Europe

Der Anthologieteil des Katalogbuchs "Sound Exchange.  Experimentelle Musikkulturen in Mittelosteuropa" (dt./engl.) wurde von  Golo Föllmer, Markus Steffens und Melanie Uerlings zusammengestellt. 16  Autoren aus 8 Ländern beschreiben Genese und Stand der experimentellen  Musukkultur Mittelosteuropas.

sound exchange sucht nach den Wurzeln der Gegenwart der experimentellen Musikkulturen in Mittelosteuropa. Hier existiert eine lebendige, international vernetzte Szene von Musikern, Künstlern und Festivals. Jedoch sind lokale Traditionen und deren Protagonisten seit dem Umbruch 1989 teilweise in Vergessenheit geraten. sound exchange will diese Traditionen sichtbar machen und zu aktuellen Entwicklungen in den lokalen Musikszenen in Beziehung setzen.

Golo Föllmer et al. (2012): Sound Exchange. Experimentelle Musikkulturen in Mittelosteuropa/ Experimental Music Cultures in Central and Eastern Europe

Golo Föllmer et al. (2012): Sound Exchange. Experimentelle Musikkulturen in Mittelosteuropa/ Experimental Music Cultures in Central and Eastern Europe

Carsten Seiffarth/ Carsten Stabenow/ Golo Föllmer (Hg.) (2012): Sound Exchange. Experimentelle Musikkulturen in Mittelosteuropa/Experimental Music Cultures in Central and Eastern Europe. Saarbrücken: Pfau. ISBN: 978-3897274877

Katja Kochanowski (2012): „Die leben eigentlich das Leben, das ich haben will. Auch wenn’s bloß ein Film ist…“. Vorstellung eines komplexen Forschungsdesigns zur schichtspezifischen Fernsehnutzung und erste Ergebnisse

In der Diskussion über das sogenannte Unterschichtenfernsehen werden sowohl in den populären Medien als auch in der Wissenschaft zwei verschiedene Rezipientengruppen diametral gegenübergestellt: die elitären Informationssucher und die Unterhaltungshedonisten mit einfacher Bildung. Gerade die letzte Gruppe bekommt im öffentlichen Raum viel Aufmerksamkeit und wird hier oft als homogene Masse diffamiert.  Diese Pilotstudie untersucht daher an drei Einzelfällen, welches Programm Rezipienten in einer ökonomisch prekären Lebenssituation und mit niedrigem Bildungsstand konsumieren und vor allem, wie sie dies tun. Um auch die Unterschiede innerhalb dieser Rezipientengruppe sichtbar zu machen, wurde eine Triangulation aus Beobachtungen, Befragungen, medialen Aufzeichnungen sowie Fernsehtagebüchern angewandt.
Die Grundlagen dieser interdisziplinären Studie, das komplexe Forschungsdesign sowie erste Ergebnisse werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Cover HALMA 25 - Katja Kochanowski

Cover HALMA 25 - Katja Kochanowski

Katja Kochanowski  (2012): „Die leben eigentlich das Leben, das ich haben will. Auch wenn’s  bloß ein Film ist…“. Vorstellung eines komplexen Forschungsdesigns zur  schichtspezifischen Fernsehnutzung und erste Ergebnisse. HALMA. Hallische Medienarbeiten 25, 2012. 63 Seiten, ISSN 0949-1880.

Uta Kolano (2012): Kollektiv d'amour: Liebe, Sex und Partnerschaft in der DDR

In der DDR wurden überdurchschnittlich viele junge Ehen geschlossen – warum wurden so viele auch wieder geschieden? Homosexualität wurde rechtlich früher als in der Bundesrepublik akzeptiert – war sie deshalb weniger tabuisiert? Umfragen zufolge hängten die Ostdeutschen in punkto sexueller Zufriedenheit die Westdeutschen um Längen ab – wie war das möglich ohne Sexshops und Pornofilme? Liebeslust oder Liebesfrust – wie liebten sie wirklich, die Ostdeutschen? Inwieweit prägten Ideologie und Gesetzgebung Liebe und Partnerschaft in der DDR?

All diesen Fragen geht Uta Kolano nach. 1994 produzierte die Fernsehjournalistin für die ARD die aufsehenerregende Dokumentation »Der nackte Osten. Erotik zwischen oben und unten«. Seither hat sie das Thema nicht mehr losgelassen. Über Jahre hat sie recherchiert, Interviews geführt und die unterschiedlichen Facetten des Themas unter die Lupe genommen.Entstanden ist eine vielschichtige Kulturgeschichte zum Themenkomplex Liebe und Sexualität in der DDR. Fundiert und unterhaltsam – und mit persönlicher Note – beschreibt sie das Moralverständnis sowie den partnerschaftlichen und sexuellen Alltag unter den speziellen Rahmenbedingungen des sozialistischen Staates. Sie findet Antworten, deckt Widersprüche auf und zeichnet die verschiedenen Phasen in der Geschichte der DDR nach. Dabei lässt sie zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen, darunter so prominente wie den Aktfotografen Günter Rössler, den Silly-Gitarristen Uwe Hassbecker, die Journalistin Jutta Resch-Treuwerth (»Unter vier Augen«), Heidi Wittwer, die erste Stripperin der DDR, und den Leipziger Sexualforscher Kurt Starke.

Cover Kolano (2012): Kollektiv d'amour

Cover Kolano (2012): Kollektiv d'amour

Uta Kolano (2012): Kollektiv d'amour: Liebe, Sex und Partnerschaft in der DDR. Berlin: Jaron. 256 Seiten, ISBN-13: 978-3897736696.

2011

Sara Ginolas (2011): Weblogs iranischer Frauen. Freiräume für Kritik und Selbstausdruck

Weblogs haben sich im Iran rasend schnell etabliert und innerhalb der dortigen Medienlandschaft eine bedeutende Stellung eingenommen. Diese Arbeit widmet sich den Gründen für dieses Phänomen und stellt weibliche iranische Blog-Autorinnen dabei in den Vordergrund. Frauen sind im Iran von den staatlichen Reglementierungen besonders betroffen, weshalb ihre Art der Nutzung von Weblogs sowie ihre Thematiken von besonderem Interesse sind. Weblogs stellen einen medialen Freiraum dar, in denen gleichzeitig persönliche sowie öffentliche Kommunikation stattfindet. Gesellschaftlich heikle Themen werden diskutiert, ohne starke Rücksicht auf traditionelle Normen nehmen zu müssen. Diese Erfahrung ermöglicht neue Wege zur Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung. Dies wird auch anhand der analytischen Betrachtung eines exemplarischen Weblogs ersichtlich.

HALMA 24: Weblogs iranischer Frauen. Freiräume für Kritik und Selbstausdruck

HALMA 24: Weblogs iranischer Frauen. Freiräume für Kritik und Selbstausdruck

Sara Ginolas (2011): Weblogs iranischer Frauen. Freiräume für Kritik und Selbstausdruck. HALMA. Hallische Medienarbeiten 24, 2011. 53 Seiten, ISSN 0949-1880.

2010

Claudia Dittmar (2010): Feindliches Fernsehen

Fernsehen in der DDR war sowohl für die Zuschauer als auch für die Programmmacher mehr als nur das DDR-Fernsehen. Der Blick in den Westen bzw. in seine Fernsehprogramme war allgegenwärtig: Im Osten sah man auch den Westen. Die »feindlichen« Sender machten dem Fernsehen der DDR aber nicht nur die Zuschauer abspenstig, sie setzten mit ihrem Programmangebot auch Maßstäbe und fungierten immer wieder als Messlatte für eigene Leistungen. Claudia Dittmar liefert erstmals eine (ost-)deutsche Fernsehgeschichte von den 1950er bis zu den 1980er Jahren, die auf das Konkurrenzverhältnis beider deutscher Fernsehsysteme fokussiert ist – und damit den Kalten Krieg im Äther rekonstruiert.
Weitere Informationen: http://www.transcript-verlag.de/ts1434/ts1434.php   

Titelblatt Claudia Dittmar: Feindliches Fernsehen

Titelblatt Claudia Dittmar: Feindliches Fernsehen

Claudia Dittmar (2010): Feindliches Fernsehen. Das DDR-Fernsehen und seine Strategien im Umgang mit dem westdeutschen Fernsehen. Bielefeld: transcript. 494 Seiten, ISBN 978-3-8376-1434-3.

Kathrin Fahlenbrach (2010): Audiovisuelle Metaphern

Audiovisuelle Unterhaltungsmedien lösen bei ihrem Publikum Gefühle und körperliche Reaktionen aus, die ihren Konsum für viele erst reizvoll machen. Im medialen Gefüge verschmilzt dabei die sinnliche Qualität der Bilder und Klänge mit komplexen Erzählstrukturen und kulturell codierten Bedeutungszusammenhängen.
In Verbindung von kognitiver Metapherntheorie, Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie sowie aktuellen Positionen der Film- und Medienwissenschaften präsentiert das Buch einen neuen metapherntheoretischen Ansatz der Medienanalyse. Dieser Ansatz ermöglicht es, die assoziative Vernetzung kultureller und körperlich-affektiver Bedeutungen in der Ästhetik und Wahrnehmung von Film und Fernsehen systematisch zu untersuchen. Das Buch zeigt, dass vor allem wirkungsintensive Unterhaltungsangebote auf kognitive Metaphern des Denkens zurückgreifen, durch die wir uns komplexe Zusammenhänge, abstrakte Ideen, aber auch ‚unsichtbare' Emotionen sinnlich konkret vorstellen: den Verlauf von Zeit etwa als ‚Fluß' oder Glücksempfinden als ‚eine explodierende Kraft'. Die Autorin analysiert anhand zahlreicher Beispiele, wie Filme, Fernsehberichterstattung und Werbung solchen wahrnehmungsbasierten Metaphern in Bild und Ton eine audiovisuelle Gestalt geben, mithilfe derer sie komplexe Narrative, Informationen oder Werbebotschaften auf bereits vorbewusst wirksame Weise kommunizieren.
Weitere Informationen: http://www.schueren-verlag.de/paymate/Audiovisuelle+Metaphern_AID2640.html   

Titelblatt Kathrin Fahlenbrach: Audiovisuelle Metaphern

Titelblatt Kathrin Fahlenbrach: Audiovisuelle Metaphern

Kathrin Fahlenbrach (2010): Audiovisuelle Metaphern. Zur Körper- und Affektästhetik in Film und Fernsehen. Marburg: Schüren. 304 S, ISBN: 978-3-89472-694-2.

Cordula Günther, Ulrike Roßbach (2010): Kataloge als Medien?

Cordula Günther: Kataloge? Find’ ich gut! Kataloge als Medien und kulturelle Aspekte der medialen Wareninszenierung

Kataloge können als Teil von werblichen Maßnahmen betrachtet werden. So werden sie z. B. als eine Möglichkeit adressierter medialer Direktwerbung aufgefasst. Während die Werbung insgesamt sowie einzelne Werbeformen sich großer  medienwissenschaftlicher Aufmerksamkeit erfreuen, sind Kataloge oder Versandhauskataloge bislang eher Gegenstand der Marktforschung bzw. angewandten  Medienwirkungsforschung geblieben.
Dieser Beitrag möchte Versandhauskataloge zum Gegenstand medienwissenschaftlicher Überlegungen machen. Kataloge werden hier als Medium,  d. h. unter dem Aspekt ihrer Medialität betrachtet. Kataloge können als  Verzeichnisse, als eine „Nomenklatur der Dinge“ (Baudrillard) aufgefasst werden.  An der Systematisierung und Darstellung von Waren bzw. Produkten in Katalogen  interessieren besonders zwei Sachverhalte: 1. die mediale Stellvertretung der  Waren in Wort und Bild. 2. die Art und Weise, wie die mediale Präsentation bzw.  Inszenierung von Waren und der Warenkonsum mit kulturellen Bedeutungen  aufgeladen werden.
In der Verbindung dieser beiden zentralen Fragen geht es darum, wie die kulturellen Aspekte der Warenpräsentation durch Text und Bild erreicht werden, um die spezifischen Leistungen von Sprache für die Konkretisierung von Bildern sowie um unterschiedliche Waren- bzw. Bildinszenierungsstile und Vorschläge ihrer Systematisierung. Ein abschließender Blick gilt deshalb den Verbrauchertypologien, die ebenfalls die kulturellen Aspekte des Warenkonsums hervorheben.

Ulrike Roßbach:  Wohnst du noch oder lebst du schon? Analyse und Rekonstruktion des Zusammenhanges zwischen Wohnrauminszenierung und Lebensstil  am Beispiel IKEA

Das schwedische Einrichtungsunternehmens Ikea erfreut sich weltweit einer gewissen Bekanntheit, es ist zu einem wahren „Phänomen Ikea“ geworden. Doch Ikea  ist mehr als ein Möbelhaus, das sich durch niedrige Preise und die Popularisierung des skandinavischen Einrichtungsstils einen Namen gemacht hat.  Rüdiger Jungbluth bezeichnet Ikea als eine „Stilschule“, die sich mehr als andere Unternehmen damit schmücken kann, Lifestyle zu verkaufen.
Lebensstile werden dabei im Kontext der weiteren Ausführungen als Ausdruck sozialer und materieller Lagen, biographischer Erfahrungen und individueller Lebenshaltungen, Lebenspläne und ästhetischer Gestaltungsleistungen verstanden. Es wird Bezug genommen auf die Kultursoziologie zur Lebensstilanalyse von Gerhard Schulze, in der er soziale Milieus im Wandel von der Knappheitsgesellschaft zur Überflussgesellschaft definiert. Er bestimmt fünf Milieus, die auf den Untersuchungsgegenstand angewendet werden. Ausgehend von den milieuindizierenden Zeichen der Bildung und des Lebensalters wird eine Einordnung der von Ikea präferierten Zielgruppe im Selbstverwirklichungsmilieu vorgeschlagen. Zudem erscheint es möglich, vereinzelt Zeichen für eine Ansprache  des Niveaumilieus herauszustellen.
Allerdings bedarf dieser Zusammenhang keiner Analyse der Wohnrauminszenierung. Daher sollen jene Anzeichen herauskristallisiert werden, die als verortungsrelevant einzustufen sind und Rückschlüsse auf eine Lebensstilgruppe ermöglichen. Ausgehend von dem herausgestellten sozialen Milieu  ist hier nach den Qualitäten zu fragen, welche sich dementsprechend in den Wohnrauminszenierungen wieder finden sollen.
Weitere Informationen / Download des Bandes:
http://www.medienkomm.uni-halle.de/publikationen/halma/halma23/

Titel HALMA 23: Kataloge als Medien

Titel HALMA 23: Kataloge als Medien

Cordula Günther/ Ulrike Roßbach (2010): Kataloge als Medien? HALMA. Hallische Medienarbeiten 23, 2010. 74 Seiten, ISSN 0949-1880.

Florian Hartling/Beat Suter (Hrsg.) (2010): Archivierung von digitaler Literatur

Netzliteratur ist aktuell, interaktiv, subjektiv und gut vernetzt. Doch wie haltbar ist Netzliteratur? Wie lange bleiben Texte, die auf Webseiten veröffentlicht werden, lesbar? Was passiert mit den alten Ausgaben, wenn eine Literaturzeitschrift “vom Netz geht”? Wie archiviert man einen Blog? Sollen Texte, die bewusst im flüchtigen Medium Internet veröffentlicht werden, überhaupt allesamt für die Nachwelt erhalten werden?
Es mutet ironisch an, dass der vergängliche Charakter des Netzes einem Medium anhaftet, das für Dokumentation und Archivierung eigentlich sehr geeignet zu sein scheint. Und doch bleibt jede Webseite durchschnittlich weniger als 100 Tage im Netz unter ihrer Originaladresse abrufbar. Danach zieht sie um oder wird komplett gelöscht. Dies gilt selbstverständlich auch für Netzliteratur. Verschiedene Genres drehen den Spieß allerdings um. In diesen Konzeptionen sind die Probleme von Archivierung und Musealisierung überhaupt nicht vorhanden, sondern explizit ausgeschlossen. Das Temporäre und Flüchtige wird zum Thema der Literatur.
In dieser Sonderausgabe der Zeitschrift SPIEL: “Siegener Periodium zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft” werden neue Verfahren und Gegenstände der Archivierung von Netzliteratur vorgestellt, wobei sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten sind. Es kommen Künstler und Wissenschaftler ebenso zu Wort wie die mit der Archivierung beauftragten Institutionen.

Titelblatt Florian Hartling, Beat Suter: Archivierung von digitaler Literatur

Titelblatt Florian Hartling, Beat Suter: Archivierung von digitaler Literatur

Florian Hartling, Beat Suter (Hrsg.) (2010): Archivierung von digitaler Literatur: Probleme – Tendenzen – Perspektiven. Frankfurt am Main: Peter Lang. 289 S, ISBN 978-3-631-80119-2. (= Sonderheft SPIEL: Siegener Periodicum zur  Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft. Jg. 29 (2010). H. 1+2)

Sebastian Pfau/ Sascha Trültzsch (Unter Mitarbeit von Katja Kochanowski und Tanja Rüdinger) (2010): Von den Krügers bis zur Feuerwache

Familienserien gehörten zu den beliebtesten Genres des DDR-Fernsehens. Die Wiederholungen in den ostdeutschen Rundfunkanstalten bis heute und zahlreiche DVD-Neuerscheinungen gerade in diesem Jahr zeigen, dass sie sich auch jetzt noch großer Beliebtheit erfreuen. Dies hat nicht nur nostalgische Gründe. Von den vierzig Familienserien, die zwischen 1960 und 1991 im DDR-Fernsehen produziert wurden, zeichnen sich viele durch eine hohe filmästhetische und dramaturgische Qualität aus – verstand man Serien doch als „Kunst im Alltag“. Obwohl die Sendungen auch immer eine unterschiedlich stark ausgeprägte politisch-ideologische Intention hatten, thematisierten sie doch den Alltag in der DDR und konnten ab den späten 1970er Jahren auch immer häufiger Probleme eben dieses Alltags ansprechen.
Dieser Band fasst die wichtigsten Ergebnisse des Teilprojektes „Familienserien im Fernsehen der DDR“ der DFG-Forschergruppe knapp zusammen und gliedert sich dabei in zwei große Teile. Im ersten Teil werden die methodischen Grundlagen der Projektarbeit systematisiert und die wesentlichen Ergebnisse von Analyse und Interpretation der Familienserien überblicksmäßig dargestellt. Der zweite Teil – das Vademekum – stellt alle Familienserien des DDR-Fernsehens mit Angaben zu Stab und Inhalt sowie kurz zusammengefassten Analyseergebnissen vor und versteht sich somit als Begleitbuch für alle, die sich zukünftig mit diesem Genre auseinandersetzen wollen. Dem Buch liegt eine Datenbank auf CD-Rom bei, die als umfassendes Recherche-Instrument genutzt werden kann.
Weitere Informationen: http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,1046   

Cover MAZ 22

Cover MAZ 22

Sebastian Pfau/ Sascha Trültzsch (unter Mitarbeit von Katja Kochanowski und Tanja Rüdinger) (2010): Von den Krügers bis zur Feuerwache. Vademekum der Familienserien des DDR-Fernsehens. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag. 466 Seiten und Datenbank CD-Rom, ISBN: 978-3-8658-3012-8.

Daniela Pscheida (2010): Das Wikipedia-Universum

Das World Wide Web ist zu einem Medium nicht nur der Kommunikation, sondern auch der Information und Wissensaneignung geworden. Kollektiv erstellte Netzinhalte – User Generated Content – werden heute immer selbstverständlicher als Wissensquelle herangezogen.
Plattformen wie »Wikipedia« kommen dem wachsenden Bedürfnis nach aktueller, rasch zugänglicher Information offenbar besonders entgegen. Weniger wichtig scheinen hingegen Objektivität und Verlässlichkeit der dort zu findenden Wissensinhalte. Stehen wir am Beginn eines kulturellen Wandels, der den gesellschaftlichen Umgang mit Wissen und Wissensprodukten grundlegend verändern wird?
Der Band widmet sich gezielt dieser Frage nach dem wissenskulturreformerischen Potential des Internet und liefert zudem eine allgemeine theoretische Modellierung wissenskultureller Wandlungsprozesse. Ein systematischer Beitrag zur aktuellen Auseinandersetzung um die kulturelle Relevanz dieses neuen Leitmediums.

Titelblatt Daniela Pscheida: Das Wikipedia-Universum

Titelblatt Daniela Pscheida: Das Wikipedia-Universum

Daniela Pscheida (2010): Das Wikipedia-Universum. Wie das Internet unsere Wissenskultur verändert. Bielefeld: transcript. 522 Seiten, ISBN 978-3-8376-1561-6.

Gerhard Lampe und das Team: Thomas Knebel, Sebastian Schubert, Tim Peschka, Jessen Mordhorst. (2009): Begleit-DVD zu: "Aufgedeckt II. Forschungsgrabungen am Magdeburger Dom 2006-2009"

In dem Buch werden die ersten Zwischenergebnisse der laufenden Kirchengrabungen präsentiert, die vor allem die Klärung der Vorgängerbebauung des gotischen Doms zum Ziel haben. Die aufsehenerregenden Ausgrabungen haben nicht nur einmalige Bestattungen hervorgebracht, sondern bereits jetzt das Bild des ottonisch-romanischen Zentrums von Magdeburg bedeutend erweitert.
Die Grabungen und begleitenden Untersuchungen, deren Ergebnisse in "Aufgedeckt II" vorgestellt werden, fanden zwischen Herbst 2006 und Frühjahr 2009 statt. Der Band stellt damit einen Zwischenstand der Forschungen im Magdeburger Dom nach der ersten und zweiten Grabungskampagne dar, die sich insgesamt, mit zwischenzeitlicher Aufarbeitung und Auswertung, über 28 Monate erstreckten. Die dritte Grabungskampagne findet aktuell mit insgesamt 15 Mitarbeitern statt.
Dem Band "Aufgedeckt II" liegt eine DVD bei mit einer knapp zweistündigen Videodokumentation von Gerhard Lampe und seinem Team bei.
Weitere Informationen: http://www.lda-lsa.de/aktuelles/meldung/datum/2010/04/22/aufgedeckt_ii_neues_buch_zu_den_magdeburger_domgrabungen_erschienen/   

Titelblatt Buch Aufgedeckt II

Titelblatt Buch Aufgedeckt II

Gerhard Lampe und das Team: Thomas Knebel, Sebastian Schubert, Tim Peschka, Jessen Mordhorst.: Begleit-DVD. In: Harald Meller, Wolfgang Schenkluhn, Boje E. Hans Schmuhl (Hrsg.) (2009): Aufgedeckt II. Forschungsgrabungen am Magdeburger Dom 2006-2009. Halle: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, ISBN: 978-3-939414-44-5.

Matthias Buck, Florian Hartling, Sebastian Pfau (Hrsg.) (2010): Randgänge der Mediengeschichte

 Die „Randgänge der Mediengeschichte“ umkreisen bekannte und unbekannte Territorien der Historiographie und widmen sich damit einem der größeren Themengebiete der Medien(kultur)wissenschaft. Der vorliegende Band stellt aktuelle Forschungspositionen zusammen, die noch vorhandene weiße Flecken im Feld explorieren. Dazu gehört der große mediengeschichtliche Überblick ebenso wie Einzelstudien zur Bildgeschichte von den Ikonen bis zum digitalen Bildschnitt, zu Emotionen und Medien aus mediengeschichtlicher Perspektive, zur Technikgeschichte der Medien, zur Geschichte von Hören und Medien, zur Geschichte von Medien und Öffentlichkeit sowie zur Medienanalyse unter medienhistorischer Fragestellung. Dabei werden unterschiedliche systematische Facetten der Mediengeschichtsschreibung beleuchtet, sei es die technische Herausbildung von Einzelmedien, die Geschichte von institutionellen Entwicklungen oder die Beschreibung von programmgeschichtlichen Aspekten. Weitere Informationen: http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-16779-4/Randgaenge-der-Mediengeschichte.html   

Matthias Buck, Florian Hartling, Sebastian Pfau (Hrsg.) (2010): Randgänge der Mediengeschichte. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
322 Seiten, ISBN 978-3-531-16779-4

Matthias Buck, Florian Hartling, Sebastian Pfau (Hrsg.) (2010): Randgänge der Mediengeschichte. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. 322 Seiten, ISBN 978-3-531-16779-4

Matthias Buck, Florian Hartling, Sebastian Pfau (Hrsg.) (2010): Randgänge der Mediengeschichte. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. 322 Seiten, ISBN 978-3-531-16779-4

Sascha Trültzsch, Thomas Wilke (Hrsg.) (2010): Heißer Sommer - Coole Beats

Heißer Sommer – Coole Beats heißt das jüngst  erschienene Buch der beiden Medien- und Kommunikationswissenschaftler  Sascha Trültzsch und Thomas Wilke und es beschäftigt sich mit populärer  Musik und ihren medialen Repräsentationen in der DDR. Das recht weit  gespannte Feld thematisiert das besondere Verhältnis zwischen  staatlicher Kontrolle, Kreativität und popkultureller Entwicklung.  Dieser Sammelband vereinigt Beiträge über Poster in Zeitschriften (Bernd  Lindner), der Inszenierung von Jugendkultur im DDR-Fernsehen (Ed Larkey), thematische Rundfunk-Ausflüge:  zum Jazz (Rainer Bratfisch), zum Heavy Metal (Uwe Breitenborn), zum  Schlager (Christian Könne). Weitere Themen des Bandes sind DEFA-Filme (Georg Maas), Familienserien (Sascha Trültzsch), Sozialistischer Pop (Heiner Stahl) sowie Diskotheken (Thomas Wilke).
 Weitere Informationen: http://www.peterlang.de/Index.cfm?vID=58609&vHR=1&vUR=2&vUUR=1&vLang=D   

Sascha Trültzsch, Thomas Wilke (Hg.) (2010): Heißer Sommer - Coole Beats. Zur populären Musik und ihren medialen Repräsentationen in der DDR. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang.
215 Seiten, ISBN 978-3-631-58609-9

Sascha Trültzsch, Thomas Wilke (Hg.) (2010): Heißer Sommer - Coole Beats. Zur populären Musik und ihren medialen Repräsentationen in der DDR. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang. 215 Seiten, ISBN 978-3-631-58609-9

Sascha Trültzsch, Thomas Wilke (Hg.) (2010): Heißer Sommer - Coole Beats. Zur populären Musik und ihren medialen Repräsentationen in der DDR. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang. 215 Seiten, ISBN 978-3-631-58609-9

2009

Sebastian Pfau (2009): Vom Seriellen zur Serie – Wandlungen im DDR-Fernsehen

 Fernsehserien entsprechen durch ihr periodisches Auftreten nicht nur der strukturierten Form des Massenmediums Fernsehen, sondern sie eignen sich auch besonders gut, um in den ebenfalls durchstrukturierten Alltag der Fernsehzuschauer integriert zu werden. Dieses Genre spielt in der Programmgeschichte vor allem deshalb eine herausragende Rolle, weil es jenseits von nonfiktionalen informierenden Programmangeboten auf unterhaltende Art und Weise Leitbilder transportieren kann. Im Unterschied zu vordergründiger Propaganda werden Serien vom Rezipienten nicht als von oben oktroyiert, sondern als angenehm und kurzweilig empfunden. Zudem werden sie nicht im gleichen Ausmaß wie nonfiktionale Sendeformen an der Realität gemessen. Somit sind sie weniger mit den Anforderungen an Authentizität konfrontiert und können so vielfältige Formen der Bearbeitung des Alltags der Rezipienten aufgreifen, ohne per se dem Ideologieverdacht zu unterliegen. Sebastian Pfau widmet sich in seiner Arbeit der Aufarbeitung der Entwicklungsgeschichte von Familienserien im Programm des DDR-Fernsehens und nimmt dabei eine deskriptive Analyse der thematischen, dramaturgischen, qualitativen und quantitativen Entwicklungstendenzen vor.
 Weitere Informationen: http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,930   

Sebastian Pfau (2009): Vom Seriellen zur Serie – Wandlungen im DDR-Fernsehen. Die Entwicklung von fiktionalen Serien im DDR-Fernsehen mit dem Schwerpunkt auf Familienserien. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag.
245 Seiten, ISBN 978-3-86583-348-8

Sebastian Pfau (2009): Vom Seriellen zur Serie – Wandlungen im DDR-Fernsehen. Die Entwicklung von fiktionalen Serien im DDR-Fernsehen mit dem Schwerpunkt auf Familienserien. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag. 245 Seiten, ISBN 978-3-86583-348-8

Sebastian Pfau (2009): Vom Seriellen zur Serie – Wandlungen im DDR-Fernsehen. Die Entwicklung von fiktionalen Serien im DDR-Fernsehen mit dem Schwerpunkt auf Familienserien. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag. 245 Seiten, ISBN 978-3-86583-348-8

Thomas Wilke (2009): Schallplattenunterhalter und Diskothek in der DDR

 Diskotheken entstanden in der DDR am Ende der 60er Jahre nicht wie in anderen Ländern aus privatwirtschaftlicher Initiative als Regulativ eines nachgefragten Angebotes, sondern unter einengenden staatlichen Vorstellungen, Vorgaben und Kontrollen, zugleich aber auch unter staatlicher Protektion, Integration und Förderung. Der Band geht der dynamischen Diskothekenentwicklung nach, rekonstruiert entstandene Strukturen, Gesetzlichkeiten und inhaltliche normative Vorstellungen und diskutiert das umfängliche Ausbildungs- und Prüfungssystem für die Amateure. Probleme für Musik und Technik, die sich aus den bekannten wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten ergaben, werden im Kontext Diskothek thematisiert. Denn trotz der von offizieller Seite konstatierten Probleme fehlender „sozialistischer Tanzmusik“, schwer zu beschaffender und ungenügender Unterhaltungselektronik, unbefriedigender Diskjockey-Qualität an der Basis sowie unzureichender Räumlichkeiten und Gastronomie, die sich auch in veröffentlichten Leserbriefen wiederfinden, erfreute sich die Diskothek in der DDR seitens des Publikums einer überaus großen Beliebtheit und Resonanz. In einer theoretischen Auseinandersetzung wurde der mediale Gehalt der Diskothek diskutiert und die relevanten Faktoren in ein medienwissenschaftlich verankertes Dispositivkonzept integriert.
 Weitere Informationen: http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,931#   

Thomas Wilke (2009): Schallplattenunterhalter und Diskothek in der DDR. Analyse und Modellierung einer spezifischen Unterhaltungsform. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag.
541 Seiten, ISBN: 978-3-86583-398-3

Thomas Wilke (2009): Schallplattenunterhalter und Diskothek in der DDR. Analyse und Modellierung einer spezifischen Unterhaltungsform. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag. 541 Seiten, ISBN: 978-3-86583-398-3

Thomas Wilke (2009): Schallplattenunterhalter und Diskothek in der DDR. Analyse und Modellierung einer spezifischen Unterhaltungsform. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag. 541 Seiten, ISBN: 978-3-86583-398-3

2008

Rüdiger Steinmetz, Reinhold Viehoff (Hgg): Deutsches Fernsehen Ost

Schwarzer Kanal, Blaue Blitze, Fetzers Flucht, Geschlossene Gesellschaft, Da lacht der Bär, Zur See, Prisma, Sport aktuell, Elf 99 ... Was war das DDR-Fernsehen? Welche Entwicklungen prägten seine Programmgeschichte? Und welche Bedeutung hat dieses abgeschlossene Kapitel deutscher Fernsehgeschichte für die gesamtdeutsche Fernsehkultur und für die Programmgeschichtsschreibung?

Der Band trägt Beobachtungen zum Programm des DDR-Fernsehens von den Anfängen 1952 bis zur Abschaltung 1991 zusammen zu einer Programmgeschichte des Fernsehens der DDR. Für verschiedene Programmbereiche analysieren die Autorinnen und Autoren das DDR-Fernsehen in seiner Funktion als Unterhaltungs-, Herrschafts- und Informationsmedium. Im Zentrum der Darstellung stehen die internen Entwicklungen dieses Fernsehens in seinen einzelnen Genres. Ausführlich wird Unterhaltendes im DDR-Fernsehen behandelt, wie Familienserien, Sport, Show und Unterhaltung, Heitere Dramatik im Fernsehtheater und die Programmbereiche Literaturverfilmung, Dokumentarfilm, fiktionale Geschichtssendung und Kinderfernsehen.

Cover Deutsches Fernsehen Ost

Cover Deutsches Fernsehen Ost

Rüdiger Steinmetz, Reinhold Viehoff (Hg.):
Deutsches Fernsehen Ost. Eine Programmgeschichte des DDR-Fernsehens.
Verlag Berlin-Brandenburg 2008.
ISBN: 978-3-86650-488-2, 607 S., 39,90 €.

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