Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Projekt DDR-Fernsehen

DFG-Forschungsprojekt zur Programmgeschichte des DDR-Fernsehens - komparativ

Sprecher: Prof. Dr. Reinhold Viehoff (Halle), Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz (Leipzig)
Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft wird seit Mai 2001 an vier ostdeutschen Universitäten an einer Programmgeschichte des DDR-Fernsehens gearbeitet. Wissenschaftler der Universitäten Halle und Leipzig, der Humboldt-Universität Berlin und der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam forschen gemeinsam an Sendungen und Sendeformen des Fernsehprogramms der DDR. Der Untersuchungszeitraum beginnt mit dem "offiziellen Versuchsprogramm" im Jahr 1952 und endet mit dem Sendebeginn der neugegründeten ostdeutschen Länderrundfunkanstalten am 1.Januar 1992.
Den ersten Schwerpunkt bilden also vierzig Jahre Fernsehen der DDR: Das bedeutet vierzig Jahre Programm von einem und seit 1969 von zwei DDR-Fernsehprogrammen, wobei der Schwerpunkt des Projektes auf den unterhaltenden und narrativ-ästhetischen Genres liegt. Ziel ist es, eine Programmgeschichte zu schreiben, die alle unterhaltenden Medienangebote, wie Fernsehtheater, Serien, Sport und Literaturverfilmungen, beinhaltet. Publizistische Fernsehangebote wie die Nachrichten der Aktuellen Kamera bleiben außen vor, auch deshalb, weil dazu bereits zahlreiche Untersuchungen vorliegen.
Das zweite Anliegen des Projektes ist es, zu erforschen, wie sich vierzig Jahre lang das Fernsehen in der DDR gestaltet hat. Hierzu gehört die Einbindung des DDR-Fernsehprogramms in die Strukturen des Alltags ebenso wie die Rolle des Fernsehprogramms als ein Bestandteil des Kommunikationssystems des Staates DDR.
Besonders wichtig für das Fernsehen in der DDR ist die Beziehung zum "West-Fernsehen", das ja fast in der gesamten DDR zu empfangen war. In seiner Entwicklung hat sich das DDR-Fernsehen immer wieder mit dem Fernsehen der BRD auseinandergesetzt und darauf bezogen. Auch das bundesdeutsche Fernsehangebot wurde von der Existenz des DDR-Fernsehens beeinflusst. Eine komparative Programmgeschichte versucht diesen kontrastiven Dialog über die deutsch-deutsche Grenze hinweg zu rekonstruieren und darzustellen.
Das Gesamtprojekt gliedert sich in neun Teilprojekte, die an den vier Universitäten bearbeitet werden:

  1. Programmentwicklung,
  2. Rezeptionsgeschichte,
  3. Heitere Dramatik,
  4. Show,
  5. Literaturverfilmungen,
  6. Dokumentarfilm,
  7. Sportfernsehen,
  8. Familienserien und
  9. Kinderfernsehen.
  10. Fiktionale Geschichtssendungen

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