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Veranstaltungsformen im Magisterstudiengang

Veranstaltungsformen im Magisterstudiengang

Vorlesungen (V) und Praktika (P) sind Veranstaltungsformen des Grund- und Hauptstudiums.

Vorlesungen vermitteln einen Überblick zu einem bestimmten Themenbereich oder einer Forschungsrichtung. Die Vorlesungen befassen sich u. a. mit den folgenden Inhalten:

  • Mediensysteme: BRD, Europa, globale und internationale Kommunikation
  • Mediengeschichte: z. B. Schrift, Druck, Fotografie, Film, Ton, Funk/Fernsehen, digitale Medien
  • Medienästhetik: Mediengestaltung, Dramaturgien und Visualisierungskonzepte audiovisueller Medien
  • Medienpraxis: Berufsfelder, Praxisanforderungen, Fallanalysen, Bedingungen der Produktion, Distribution und Rezeption von Medienangeboten
  • Medienpolitik, -ökonomie und -recht: Medienkontrolle und Zensur, Urheberrecht, Medienkonzentration

Praktika geben Studierenden die Gelegenheit, z. B. in Sendeanstalten, Medienagenturen, Institutionen und Firmen (externe Praktika) und innerhalb der Hochschule (interne Praktika) ihre Fähigkeiten und Kenntnisse anzuwenden und zu erproben. Im Studium müssen insgesamt drei Praktika belegt werden.

Das Praktikum im Grundstudium (Praktikum 1) im Umfang von 80 Stunden kann im Rahmen eines universitären Projekts oder bei einem externen Praktikumspartner durchgeführt werden. Im Hauptstudium sind ein internes Praktikum (Praktikum 2) im Umfang von 80 Stunden und ein externes Praktikum von 160 Stunden (Praktikum 3) obligatorisch. Studierende können das interne Praktikum u.a. durch ihre Mitarbeit in Projektseminaren absolvieren. Die Praktikanten werden durch das Praktikumsbüro des Departments betreut.

Veranstaltungsformen im Grundstudium

Im Grundstudium werden das Propädeutikum (PD), die Einführungen (E) und die Proseminare (PS) angeboten.

Der Besuch des Propädeutikums ist für Studierende im Grundstudium obligatorisch. Die Lehrveranstaltung schließt mit einer Klausur ab. Die Studierenden erhalten eine allgemeine Einführung in den Gegenstandsbereich, die theoretisch-methodischen Grundlagen und die Arbeitstechniken der Medien- und Kommunikationswissenschaften.

Einführungen sind Lehrveranstaltungen des Grundstudiums, die grundlegende Kenntnisse vermitteln. Im Grundstudium werden in den drei Teilbereichen Einführungsveranstaltungen angeboten:

1. Einführung in die Medientheorie (Teilbereich I)

1a: Schwerpunkt Theorie

An grundlegenden Texten der Medientheorie lernen die Studierenden theoretische Positionen aus der Forschungsgeschichte des Faches Medien- und Kommunikationswissenschaften kennen.

Gegenstandsbereiche:
Kritische Theorie, Symbolischer Interaktionismus, Psychoanalyse, Kognitive Psychologie, Strukturalismus, (Textwissenschaft, Soziologie), Marxismus, Konstruktivismus, Hermeneutik, Systemtheorie, Theorien der Massenkommunikation, Analytische Wissenschaften.

1b: Schwerpunkt Forschung

Wesentliche forschungspraktische Positionen der Medienwissenschaft werden vermittelt und im Kontext aktueller Diskussionen dargestellt und beurteilt.

Gegenstandsbereiche:
Sozialisationsforschung, Wahrscheinlichkeitstheorie, Zufallstheorie, Statistik, Programmanalysen, Familienforschung, lebensweltliche Forschungsansätze, hermeneutische / empirische Methoden.

2. Einführung in medienwissenschaftliche Methoden (Teilbereich II)

2a: Rezeptions- und Wirkungsforschung (Zuschauer-, Hörer- und Leserforschung)

Die Einführung gibt einen Überblick über die quantitativen und qualitativen Methoden, die in der empirischen Rezeptions- und Wirkungsforschung Anwendung finden.

Themenbereiche:
Reichweitenforschung / Mediaforschung / angewandte Forschung, standardisierte Befragung und verschiedene Interviewtypen (Leitfaden-Interview, narratives Interview u. a.).

2b: Analyse von Medienprodukten

Die Einführung stellt die Anwendung von Methoden der Produktanalyse vor. Die Medieninhalte und -formen stehen dabei im Vordergrund.

Themenbereiche:
verschiedene Methoden der Inhaltsanalyse, Analysemethoden für Bildmedien (Semiotik, Einstellungsprotokolle, Sequenzanalysen), Programmanalysator.

3. Einführung in die Medienpraxis (Teilbereich III)

Die Studierenden lernen Grundelemente der Mediengestaltung kennen und praktisch nutzen. Die Einführungen in die Medienpraxis erstrecken sich über zwei Semester und unterteilen sich in die folgenden Gegenstandsbereiche:

3a: Audio/Video/Grafik

Hier stehen Grundelemente der elektronischen bzw. digitalen Ton- und Bildaufzeichnung und -bearbeitung, audiovisuelle Gestaltungsmittel sowie digitale Grafikprogramme im Vordergrund: Audio (Mikrophone und Aufnahmegeräte, Schnittsystem: Cutmaster), Video (Formate: SVHS, DV, Betacam; digitale Schnittysysteme: MediaComposer, MCXpress), Grafikprogramme (z.B. Photoshop).

3b Multimedia und digitale Netze

Hier stehen Grundbausteine und Anwendungen von Multimedia und digitalen Netzen im Mittelpunkt:
Multimedia (z. B. Makromedia-Director), Browserprogramme, HTML-Dokumente (z. B. PageMill).

Proseminare im Grundstudium

Proseminare vertiefen Stoff- und Wissensgebiete der Einführungen. Sie behandeln beispielsweise folgende Themen:

  • Medien und Gesellschaft: Einfluß der Medien auf die gesellschaftliche Wirklichkeit und die kulturelle Wahrnehmung (u. a. Medien und Gewalt, Darstellung von Sexualität in den Medien, Medien und Politik, Medien und Sport)
  • Mediale Präsentationen: Analyse und Nutzung von Arbeits- und Präsentationstechniken (Einsatz von Audio / Video, Diaprojektion, Präsentationprogramme: z. B. Power Point).
  • Medientheorie und Mediengeschichte: Anwendung medien- und kommunikationswissenschaftlicher Theorien, Epochen und Zäsuren von Medien (z. B. Schrift, Druck, Photographie, Film, Ton, Funk / Fernsehen, Computer / Netze).
  • Methoden der Medienwissenschaft: Auswertung und Diskussion vorhandener Studien der Rezeptions- und Wirkungsforschung, Aneignung und Erprobung von relevanten Forschungsmethoden ( z. B. Umfragen, Interviews, Inhaltsanalyse)
  • Medienpraxis: Analyse von Produkten aus den Medien Film, Funk / Fernsehen, Multimedia unter dem Aspekt ihrer dramaturgischen Grundprinzipien, ästhetischen Bauformen und medientechnischen Bedingungen

Veranstaltungsformen im Hauptstudium

Hauptseminare sind Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums. Sie führen zur selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit hin. Die Hauptseminare der drei Teilbereiche beschäftigen sich u. a. mit folgenden Themen:

  • Mediensysteme (BRD, Europa, global)
  • einzelne Genres (z. B. Fernsehkrimi, Fernsehspiel, Dokudrama, Thriller, Komödie, Drama; auch medienübergreifend: z. B. das Abenteuer-Genre)
  • Fiktion / Realität
  • Methodenanwendung
  • Berufsfelder in den Medien
  • Medienwirkungen
  • Medienevolutionen
  • Medienproduktionen (Projektseminare)

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zu ergänzen: Multimedia

Schwerpunkte im Hauptstudium können die Studierenden durch die Teilnahme an den folgenden Hauptseminaren bilden:

Im Teilbereich Medienanalyse (Methoden der Medienwissenschaft) wird ein praxisorientiertes Hauptseminar zur empirischen Medienforschung angeboten. Im Teilbereich Medienpraxis vertiefen sogenannte Projektseminare die Anwendung gestalterischer Mittel in Form von selbstständigen Projekten (Printmedien, Audio, Video, digitale Medien).

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